Umweltbildung

Das Umweltbewusstsein der Bevölkerung ist für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen ausgesprochen wichtig. Der Naturfonds «Salzgut» fördert deshalb Angebote in diesem Bereich, beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit sowie Kurse und Führungen, welche integraler Teil von Projekten mit Aufwertungsmassnahmen sind.

in Umsetzung

Ort: Muttenz (BL)
Realisierung: 2021 – 2025
Trägerorganisation: Fachhochschule Nordwestschweiz

Auf dem Gelände des Robinson-Spielplatzes in Muttenz entsteht ein naturnaher Bildungsgarten des ‘Instituts Primarstufe’ der Fachhochschule Nordwestschweiz. Der geplante Garten ist integraler Bestandteil des Sachunterrichts. Er verknüpft in Theorie und Praxis Nachhaltigkeitsthemen aus den Bereichen der Agrar- und Gartenkultur sowie des Natur- und Umweltschutzes. Die künftigen Lehrpersonen der Primarstufe statten den Bildungsgarten mit vielen ökologisch wertvollen Elementen und Kleinstrukturen aus und bewirtschaften ihn nach biologischen Prinzipien.

Nutzen des Projektes: Die angehenden Lehrpersonen sind Multiplikatoren für zukünftige Schulgärten und handlungsorientierte Bildungsangebote im Bereich Natur- und Umweltschutz und lassen zugleich ihr Wissen direkt in den Schulalltag und -unterricht einfliessen.

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Der Garten als Ort für Nachhaltigkeitsbildung. Foto: Pixabay, congerdesign

in Umsetzung

Ort: Alle Gemeinden beider Basel
Realisierung: 2020 – 2024
Trägerorganisation: Verein Flora beider Basel, Universität Basel

Der Verein ‘Flora beider Basel’ möchte in Zusammenarbeit mit den Herbarien der Universität Basel Verbreitungs-Daten zu möglichst vielen Pflanzenarten in den beiden Basler Kantonen bereitstellen. Vorkommen und Verbreitung der Pflanzenarten werden mittels eines Citizen-Science-Projekts durch botanisch begeisterte Laien und Fachleute im Feld erhoben. Anschliessend erfassen die Initianten die Daten in der zentralen Datenbank von Info Flora und machen sie für Interessierte zugänglich. Die zentralen Elemente des Projektes sind: die Koordination dieser Arbeiten sowie die Rekrutierung, Ausbildung und Anleitung einer möglichst grossen Anzahl von interessierten Laien sowie die Sammlung und Aufarbeitung der Felddaten.

Nutzen des Projektes: Mit den erhobenen Daten stellen die Projektinitianten eine solide Basis für ökologische Beurteilungen, wissenschaftliche Studien, Planungen und Biodiversitätsmassnahmen bereit. Die Ergebnisse dienen der Politik, Verwaltung und Naturschutzorganisationen zur strategischen Ausrichtung, zur konzeptionellen Planung und zur Umsetzung von Naturschutzprojekten. Gleichzeitig erhält die breite Öffentlichkeit Einblick in Themen wie Botanik, Flora, Artenschutz und Biodiversität und kann so für diese Anliegen sensibilisiert werden.

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Die Gemeine Kugelblume (Globularia bisnagarica L.) in Holingen, Rothenfluh (BL) – eine typische Art kalkreicher Trockenwiesen. Foto: Andres Klein

in Umsetzung

Ort: Verschiedene Gemeinden in der Nordwestschweiz
Realisierung: 2020 – 2021
Trägerorganisation: Stiftung Pusch – Praktischer Umweltschutz

Mit zwanzig Naturoasen von insgesamt rund 20’000 Quadratmetern will die Stiftung Pusch bis Ende 2021 Menschen in Gemeinden und Schulen dazu motivieren, Lebensräume und Land-schaftselemente für die Förderung der Biodiversität zu schaffen und zu pflegen. Die Naturoasen sollen im Siedlungsgebiet zur ökologischen Aufwertung beitragen. Die Initiierung solcher Flä-chen ist im Baselbiet in Planung und zusätzliche Standorte in den Abbaugemeinden der Schwei-zer Salinen, wie Muttenz (BL), Rheinfelden (AG) sowie Möhlin (AG) sind in Abklärung.
Pusch unterstützt die Gemeinden und Schulen bei der Initiierung von Massnahmen bis zu deren Kommunikation. Unter anderem stellt die Stiftung eine webbasierte Biodiversitäts-Toolbox mit einer umfassenden Sammlung von unterstützenden Tipps, Merkblättern und Leitfäden bereit. Des Weiteren lanciert Pusch eine Online-Plattform, die dem Erfahrungsaustausch zwischen Bio-diversitäts-Interessierten dient (Community Building).

Nutzen des Projektes: Naturnahe Flächen in Siedlungsräumen von Schweizer Gemeinden fördern die Biodiversität und schaffen Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Entstandene Oasen stossen Nachahmungen an und Verankern das Thema Biodiversität nachhaltig in den Gemein-den. Die Gemeinden profitieren nicht nur von Beratungsleistungen der Stiftung Pusch, sondern kommen auch in den Genuss einer kleinen finanziellen Unterstützung von 1’000 Schweizer Fran-ken. Dieses sogenannte ‘Seed Money’ wird als Beitrag zu den Sachkosten verstanden und fungiert als Anreiz für die Umsetzung.

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Die Umsetzung von Naturoasen. Foto: Leoni Kool

in Umsetzung

Ort: Pratteln (BL)
Realisierung: 2021 – 2022
Trägerorganisation: Ökozentrum

Rund 80 bis 100 Schüler und Schülerinnnen aus der Gemeinde Pratteln (BL) widmen sich im Rahmen dieses Förderprojektes den Themen Klima- und Umweltschutz durch Nachhaltigkeit im Alltag und üben sich im unmittelbaren Umweltengagement. Die Jugendlichen eignen sich Wissen erlebnisorientiert und interaktiv an, planen und präsentieren innerhalb von Projektwochen und Thementagen dazu selbstständig eine Aktion. Die Klima-Aktionen werden in den Alltag und Ge-meindekontext eingebettet, indem eine Vernetzung mit lokalen Initiativen (z.B. Projekte des Natur- und Vogelschutzvereins Pratteln) oder mit den Aktivitäten der ‘Energiestadt Pratteln’ sichergestellt wird. Neben Kindern und Jugendlichen Lehrpersonen und Schulleitung engagieren sich auch die Verwaltungsorgane der Gemeinde. Mit der Zivilbevölkerung (Vereine, Verbände), mit Unterneh-men (Corporate Volunteering) und mit der breiten Bevölkerung (durch den Präsentationstag und Aktionen) werden entsprechende Synergien geschaffen.

Nutzen des Projektes: Die frühzeitige Sensibilisierung von Jugendlichen für Klimawandel und Nachhaltigkeit sowie für angepasste Verhaltensweisen schafft die Basis für eine langfristige Ver-minderung des ökologischen Fussabdruckes. Gleichzeitig können die Jugendlichen ihr Wissen zu einem weltpolitisch relevanten Thema gezielt vertiefen sowie einen Bezug zu ihrem Alltag und der Gemeinde herstellen.

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Jugendliche erarbeiten selbständig Ideen. Foto: Ökozentrum

umgesetzt

Ort: Gesamter Kanton AG
Realisierung: 2020
Trägerorganisation: Aargauische Naturforschende Gesellschaft ANG

Die Aargauische Naturforschende Gesellschaft (ANG) hat im Dezember 2020 eine Sonderausgabe zum Thema «Natur und Landschaft im Aargau – Geschichte als Verantwortung» herausgegeben. Diese umfassende Publikation widmet sich der über hundertjährigen Geschichte des Natur- und Landschaftsschutzes im Kanton Aargau. Interessierte finden auf mehr als 100 Seiten einen breiten geschichtlichen Abriss, der von der Gründung der Aargauischen Naturschutzkommission 1907 über die Entwicklung der Gesetzgebung im Bereich Natur und Landschaft bis hin zu bedeutsamen Projekten wie der Reusstalsanierung reicht. Der Sonderdruck stellt zudem auch wichtige Instrumente der Politik, Rechts- und Planungsgrundlagen sowie kantonale Naturschutzprogramme und ihre Abwicklung vor. Der Sonderdruck wird voraussichtlich ab Mitte 2021 als PDF via ETH-Bibliothek frei verfügbar sein.

Nutzen des Projektes: Diese Sonderausgabe beleuchtet anschaulich die Bedeutung der Geschichte und unserer Verantwortung zur Erhaltung der zu schützenden Natur- und Landschaftswerte. Bisherige Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Vergangenheit können in der Gegenwart und der näheren Zukunft genutzt werden, um den Natur- und Landschaftsschutz im Kanton Aargau weiterzuentwickeln und voranzutreiben.

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Naturperlen im Aargau. Foto: Thomas Marent

in Umsetzung

Projekt in der Westschweiz.
Mehr Informationen auf Französisch.

Link : www.bex.ch

Schlangen
Foto: © Sylvain Dubey

Weitere Schwerpunkte/Themen

Bedrohte Lebensräume und bedrohte bzw. prioritäre Arten, Erhalt und Förderung vielfältiger und traditioneller Kulturlandschaften, Vernetzung von Lebensräumen, Erwerb ökologisch wertvoller Flächen.

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Seltene Arten, Lebensräume und Waldstrukturen, biodiversitätsfördernde Bewirtschaftungsformen und Biotopbäume.

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Vernetzter Wasserbau, Renaturierung von Gewässern, Schaffung von Weihern, Teichen und Überschwemmungsgebieten.

Mehr dazu

Biodiversität im Kulturland, qualitativ hochwertige Hecken und Trockensteinmauern sowie umweltschonende und seltene Produktionsverfahren.

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Aufwertungsprojekte im Siedlungsraum: Schaffung von Naturwerten, Vernetzung, Schaffung neuer naturnaher Lebensräume.

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PROJEKTEINGABE

Haben Sie eine Projektidee im Bereich Natur- und Landschaftsschutz, die sich in unserem Förderperimeter befindet? Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.